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Dienstag, 26. Mai 2015

Chapel of disease-Summoning black gods



Summoning Black Gods“ ist für viele das bessere Album der beiden bisher veröffentlichten Scheiben. Ich tendiere eher zur zweiten, da diese mir musikalisch anspruchsvoller und durchdachter ist.
Trotz alle dem gibt es qualitativ keine hohen Unterschiede. 

Als die Platte im Jahre 2012 rausgehauen wurde, fühlte sie sich an wie eine Zeitreise zu den Anfängen des Death Metal. Die Kölner zelebrieren sowas von Death Metal der alten Schule, das es nur so eine Freude ist. Dabei sind die Songs auch recht thrashig. Der Sound klingt sympathisch analog. Überraschend und herausstechend war zu diesem Zeitpunkt schon die hervorragende Gitarrenarbeit. Die Riffs sowie die Leads sind Weltklasse. Sänger Laurent Täubl klingt auf dieser Scheibe noch viel mehr nach ein jungen Martin van Drunen oder Marc Grewe. Jede Melodie ist grandios mit schnellen prügelnden Parts verbunden. Der Hall im Gesamtsound lässt „Summoning Black Gods“ passend zu der von H.P. Lovecraft basierenden Geschichte modriger klingen. Durch mein momentan großes Interesse an diesem literarischen Horrorgenie gibt es auch hier subjektive Pluspunkte.  Insgesamt hat die Scheibe keine einzigen Ausfälle oder Füller. Der Kopf nickt sofort zum Takt mit.
C.o.D. haben sofort ein sehr hohes Level für sich selbst und der Szene gesetzt.

Wertung: Besser kann man nicht anfangen. Oldschool to the bone! Wird ein Klassiker!

Genre: oldschool Death Metal

Label: F.D.A. Rekotz


Dienstag, 5. Mai 2015

Teitanblood-Woven Black Arteries



Eines der fiesesten und bestialischsten Scheiben die ich rotieren lasse, gehört zu Teitanblood. Es hört auf den Namen „Woven Black Arteries“.

Teitanblood sind eine ultra-orthodoxe Bestial Metal Band aus Spanien. Sie spucken schon seit anno 2003 Gift und Galle. Ihr Bandlogo wurde übrigens von Scorn (Katharsis) entworfen. Viele Infos über die Mitglieder dieses musikalischen Terrors gibt es nicht. Es gab in der Vergangenheit Verbindungen zu anderen orthodoxen Bands wie Ofermod oder Proclamation.

„Woven Black Arteries“ besteht aus zwei Songs, beide zusammen ungefähr eine halbe Stunde lang. Die Musik ist eine mehrfache Beschichtung aus harten chaotisch wirkenden Riffs, brutal prügelnden Schlagzeug und ein besessenen Frontmann, der in typischer War-Metal-Art seine Vocals raushaut. Die EP ist zusätzlich durch eine auf spanischer Muttersprache skandierenden Sprecher geprägt. Teitanblood zeigen ihr Können im Songwriting, in den sie nach rasenden (schon langsam monoton wirkenden) Parts die Songs plötzlich aufbrechen und durch ein neueres brutales Soundgewitter ersetzen.

Am Ende des Hörens fühlt man sich platt, erleuchtet und beeindruckt. Es ist unfassbar, wie ernsthaft und konsequent brutale Musik zelebriert werden kann. Ein Soundtrack zur absoluten Apokalypse.

Wertung: Wenn du dir ein Gangbang aus Black Witchery, Proclamation, Blasphemy und Katharsis wünschst, besorgst du es dir sofort!

Label: Norma Evangelium Diaboli

Genre: War Metal / Bestial Metal / Black-Death


Donnerstag, 16. April 2015

Keitzer- the last defence



Grindcore hatte ich bis jetzt noch nicht im Blog Occult Metallum geschafft. Kann man ja ändern. Neulich habe ich im Plattenladen eine CD von Keitzer mitgenommen. Die Scheibe mit dem Titel „The last defence“ ist das letzte Studioalbum der deutschen Grindcore-Institution.

 Keitzer existieren schon seit den Jahre 1999, haben fünf Alben und zwei Splits aufgenommen.
„The last defence” hört sich schnell und brutal an. Für mich klingt die Band wie eine Mischung aus Napalm Death, Bolt Thrower und etwas Marduk. Denn die Vocals bellen eher. Typisch wie im Hardcore oder Grindcore. Dabei spielen die Instrumente aber viele Riffs nacheinander, ohne dabei Gespür für Melodien zu verlieren. Das ganze wird durch ein kraftvolles Drumming angetrieben. Der Sound klingt leicht steril, hätte nach meinen Geschmack mehr Schmutz vertragen können. Durch die extrem angepissten Vocals wirkt es aber insgesamt doch recht organisch. In Momenten, in den die Riffs wie Hornissenschwirren ertönen, klingt die Mucke leicht nach Marduk. Ein Blick über die Titel und Songtexte lässt vermuten, dass es um Krieg und die schlechte Seite des Lebens geht.
Als Fazit kann ich euch sagen, checkt das Album mal an. Natürlich ist es kein Album für die Hörer, die reinen Stahl suchen. Wer gern mal zur Abwechslung in die Grindcore /Hardcore Richtung hört, den sollte die Band gefallen.

Genre: Grindcore / Death Metal / Deathgrind

Label: F.D.A. Rekotz

Für Fans von: Nasum, Napalm Death, Bolt Thrower, Wolf Brigade usw.

Bewertung: Kurzweiliges Album, modern aber doch irgendwie alte Schule. Auf die Länge hätte es etwas abwechslungsreicher sein können. Es gefällt mir trotzdem. 

Das Cover ist übrigens sehr gelungen:

 

Dienstag, 7. April 2015

Death Breath-Let it stink



„Let it stink“, eine Ahnlehnung an das legendäre Beatles-Album „Let it be“ von den Todesquartett Death Breath, ist das heutige Thema.
Im Grunde genommen kann ich es in wenigen, aber wirkungsvollen Wörtern beschreiben. Die EP kam 2007 raus, stellte (leider) die vorerst letzte Veröffentlichung dar. Hinter der Band stehen illustrierte Namen wie Nicke Andersson und Robert Pehrsson. Die Scheibe ist ein Zombie von einer Schwedentotscheibe. Roberts Vocals werden mit Hall rausgekotzt. Abwechslung geben die Gastsänger Erik Sahström(Crucifyre) und Scott Carloson (Repulsion). Die Riffs klingen schön röhrig. Die Songs hauen ein mit einer jugendlich unbändigen Energie um. Man fühlt sich sofort an die jungen Tage des Schwedentotes erinnert. Die Songs haben dazu kranke Leads, die perfekt zu den Anspielungen auf alte Zombieschinken passen. Die andere Hälfte des Albums ist durch Coverversionen von G.B.H, Discharge und Bathory punkig-rotzig. Der ultimative Song auf der Scheibe ist für mich „Twisted in Distase“.



So lange nicht mehr gehört? Dann zieh dir die Platte mal wieder rein.

Du kennst die Band noch nicht? Schäm dich, besorge dir Stoff und los geht’s!

Wertung: Oldschool Death Metal aus Schweden in Perfektion. Geil! Keine Kritikpunkte!

Label: Black Lodge Records


Genre: SWE. Death Metal der alten Schule mit viel, viel Nostalgie. 


Freitag, 13. März 2015

Totenmond-Thronräuber



Es ist Zeit zum Pogo und gemeinsamen Ausrasten, ihr weichgespülten Affen! Heute geht es um Die Verbindung zwischen harten Metal und Punk schlecht hin! Begrüßet nun Totenmond mit dem letzten Album „Thronräuber“. Dieser Bastard hat jetzt schon 7 Jahre auf den Buckel. Ich las, dass es bald eine neue Scheibe von den Jungs geben wird. Da lohnt sich es doch nochmal, die letzte Scheibe zu reflektieren.

Thronräuber war die erste Scheibe, die ich damals nach einer Suffnacht von einem Kumpel geschenkt bekam.  Die Musik hämmerte sofort mit dem Eröffnungssong „Luzifer Stampft“ los. Satan spuckt dir auf die Füße. Schlecht für den Kater, gut für den Krawallliebhaber. Die Stimme des Sängers Pazzers ist so tief, das jeder Death Metal Frontmann nur ein Obergeschoss dagegen ist. Dabei werden die Verse volle Wucht ausgespuckt. Eine Nähe zu Celtic Frost findet man in den zerstreuten „UGHs!“. Was Totenmond vor allen so genial macht, ist das Gespür für einprägsames Songwriting. Die Phrasierung des Gesangs ist perfekt zu den Riffs abgestimmt. Durch die extrem tiefe Tonhöhe des Frontmanns wirken die Vocals wie ein Instrument. Der Sound ist auf diesen Album vor allen durch vorwärts preschendes Drumming und dominant tiefgestimmte Riffs bestimmt. Manche Songs wie „Nihil Novi“ haben eine aberwitzige Geschwindigkeit, die man ansonsten auch aus Crustpunk kennt. Totenmond können aber auch sehr langsam werden. Wolf-Rüdiger Mühlmann hatte mal die Erkenntnis, dass die besten Doom-Songs von Nicht-Doombands stammen. Da hat er Recht. Ein Paradebeispiel ist der Natursektliebhaber „Sonnenstrahl“. Die Riffs wälzen sich wie ein T34 langsam und zerstörerisch vorwärts, während der Motor von einem Powerdrumming angetrieben wird. Hier lässt sich der Refrain auch noch bei 5 Promille prüllen.
Wie geil eine einzelne Gitarre klingen kann, zeigt der Song „Templum Omnium hominum pacis abbas“. Hier gibt es das fetteste „UGH“. Auch richtig fett sind die langgezogenen Wörter in den Strophen. Im Gesamtpaket betrachtet ist „Thronräuber“ eine Mischung aus verschiedenen Genres: Death Metal/Black Metal/Doom Metal/Crust und Punk. Das Album hat mehrere Highlights. Für mich sind das die schon genannten Songs plus „Schlachtinfarkt, Achtung Panzer und Dornenschlaf“. Ich persönlich freue mich schon sehr auf die neue Scheibe. Wie ich hörte, soll die an Reich in Rost angelehnt sein.

Genre: antifachistische satanische Kunst

Bewertung: Totenmond zerstört alles! 

Label: Massacre Records